Sind Sie auch noch mit „Radio Eriwan“ großgeworden, dem fiktiven Radiosender aus der ehemaligen Sowjetunion? Jede Antwort des Senders auf eine Höreranfrage begann mit „Im Prinzip schon, aber…“ Ins Heute transportiert könnte eine Frage lauten, rechnen sich Außendienstmitarbeiter? Sie ahnen was kommt: im Prinzip schon, aber… es kommt darauf an, wie man sie führt!

Seien wir doch ehrlich: Meist liegt dem Personalausbau keine Planung zugrunde, sondern der Vertragspartner möchte die Potenziale im Bestand besser betreut sehen, oder es hängt eine besondere Vergütung am Personalzubau. Dahingestellt ist bei solchen Motivationen, ob es sich um ein freiwilliges Wachstums handelt…

Findet sich dann nach etlichen Anzeigen, Telefonaten und Gesprächen ein Kandidat, nimmt das Drama seinen Lauf:

Die Pflichtlektüre am ersten Arbeitstag besteht aus a.) der Kundenzeitschrift, b.) Verkaufsprospekten, c.) dem Jahresbericht der Gesellschaft und d.) der Festschrift zu einem Jubiläum der Gesellschaft. Hat der „Neue“ das durch, erfolgt die Einweisung durch den Innendienst der Agentur, was die Bedingung der Kaffeemaschine oder die Klopapierreserve betrifft. WOW und dann überlegt die ganze Branche, wie sie durch Qualifizierung die IDD-Weiterbildungsverpflichtung erfüllt und macht sich fieberhaft Gedanken zur Nachfolgeregelung in den Agenturen! Da gibt es ganz tolle und sinnvolle Maßnahmen, die unseren „Neuen“ aber nicht mehr erreichen, weil er sich schon ab dem ersten Tag nach Perspektiven umschaut.

Das war ein bösartiger Blog? Sicher, aber ich habe es selbst so erlebt und – leider! – aufgrund mangelnder Ideen und Erfahrung auch so praktiziert! Leben heißt aber Veränderung, vielleicht lohnt es sich daher Zeit und Energie in ein Einarbeitungskonzept zu stecken, damit Personalzubau Spaß macht und auch Gewinn für ALLE einfährt…

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